Haarige Angelegenheit

Wenn Männer ihre Haare stylen, scheint diese Prozedur gerade mal zwei Minuten in Anspruch zu nehmen. Wenn Männer überhaupt ihre Haare stylen. Bei Frauen ist das Styling der Haare ein wenig zeitaufwändiger. Das fängt schon bei der Pflege an. Mit ausgewählten Shampoos und Pflegeprodukten wird den Haaren zu Leibe gerückt. Anschließend geht es ans Frisieren, was an manchen Tagen einer Kriegserklärung gleicht. Trotz Glätteisen oder Lockenstab, Styling Schaum und diversen Haarschmuck sitzen die Haare nicht so wie sie sitzen sollen. Der Bad Hair Day legt sich auch auf unser Gemüt. Mit jeder Minute, in der das Styling nicht gelingt, verdunkelt sich unsere Männer. Wir betreiben Schadensbegrenzung, indem wir die Haare zu einem strengen Zopf nach hinten kämmen oder an kalten Tagen eine Mütze aufziehen. Warum ist das so?

Haare als Spiegel der Seele

Haare sind für Frauen viel mehr als nur verhorntes Eiweiß. Sie spiegeln unseren Gemütszustand wider. Unsere Frisur ist unser Statement nach außen. Unsere Frisur kommuniziert unser Innerstes nach außen. Wir zeigen, wer wir sind und wie wir wahrgenommen werden wollen. Raspelkurze Haare, die sogenannte Pixie-Frisur, signalisieren neben Mut auch Eigensinn. Sind die Haare noch dazu platinblond, rot oder schwarz gefärbt, fallen wir erst recht auf. Wir schwimmen gegen den Strom, indem wir uns von der Masse abheben. Eine Kurzhaarfrisur gleicht einem Befreiungsschlag. Wir signalisieren damit Veränderung und befreien uns so von Altlasten. Ist das Haar besonders schön gepflegt, zeigt das, dass wir uns um uns selbst kümmern und uns wertschätzen. Pflegen wir unser Haar, pflegen wir auch unser Selbst(-bild). Von daher ist es nicht verwunderlich, wenn Frauen jeden Zentimeter ihrer Pracht pflegen. Eventuell sollte man sich an Beispiel an die Männer nehmen und es bei einem Bad Hair Day einfach locker nehmen. Zurück zur Übersicht